President

Ronald S. Lauder, der international wirkende Unternehmer, Mäzen, Kunstsammler und frühere US-Botschafter, hat seit Juni 2007 die Präsidentschaft des Jüdischen Weltkongresses inne. Seine tiefe Verbundenheit mit seiner Religion beweist Präsident Lauder auch mit einer Vielzahl philanthropischer Projekte weltweit.

Als WJC-Präsident hat Lauder mit zahlreichen Staatschefs, Premierministern und Regierungsvertretern zusammengearbeitet, um auf internationaler Ebene bei den zentralen Anliegen von Juden und jüdischen Gemeinden Fortschritte zu erzielen. Er ist davon überzeugt, dass Israel unterstützt werden muss – insbesondere in Zeiten, in denen der jüdische Staat und seine Bürger angegriffen werden. Zugleich setzt sich Lauder dafür ein, die Entwicklung dynamischer jüdischer Gemeinden rund um den Globus zu fördern.

Von 1983 bis 1986 war Ronald S. Lauder im amerikanischen Verteidigungsministerium in leitender Funktion für europäische und NATO-Angelegenheiten tätig. 1986 wurde er von Präsident Ronald Reagan zum US Botschafter der Vereinigten Staaten in Österreich bestellt. Während seiner Zeit in Wien baute er enge diplomatische Verbindungen zwischen den beiden Ländern auf, lehnte persönlich ein Treffen mit dem österreichischer Bundespräsidenten Kurt Waldheim aufgrund dessen Wehrmachtsvergangenheit im Zweiten Weltkrieg ab.

Lauders Erfahrungen als Botschafter in Österreich schärften sein Bewusstsein und seinen Verantwortungssinn für seine jüdische Herkunft. Später bemühte er sich aktiv um eine Renaissance jüdischen Lebens in Mittel- und Osteuropa, das durch den Holocaust vernichtet bzw. während des Kommunismus unterdrückt wurden.

1987 gründete er die Ronald S. Lauder Foundation. Diese Stiftung unterstützt heute 37 jüdische Schulen, Bildungs- und Gemeindeeinrichtungen in Bulgarien Deutschland, Österreich, Polen, Rumänien, der Slowakei, der Ukraine, Tschechien, Ungarn und in Weißrussland. Dank Lauders Engagement konnten Tausende junger Juden ein Bewusstsein für das Judentum entwickeln.

Darüber hinaus hat Lauder ein internationales Austauschprogramm für jüdische Schüler in New York und Wien initiiert, an dem mittlerweile auch Schüler aus Berlin, Budapest, Prag, Sankt-Petersburg, Sofia und Warschau teilnehmen.

1997 wurde Lauder zum Präsidenten des Jüdischen Nationalfonds (JNF) gewählt. Im Anschluss an seine erfolgreiche zehnjährige Amtszeit wurde er dort Aufsichtsratsvorsitzender. Von 1999 bis 2001 hatte Lauder den Vorsitz der Conference of Presidents of Major American Jewish Organizations inne.

Seine Leidenschaft für Kunst und sein Engagement für Gerechtigkeit ließen Lauder die Commission for Art Recovery ins Leben rufen, deren Vorsitz er ebenfalls innehatte. Diese Kommission trug entscheidend dazu bei, auf internationaler Ebene gesetzliche Regeln für die Rückgabe von Kunstwerken durchzusetzen, welche während des Zweiten Weltkriegs von den Nazis gestohlen worden waren. Sie setzt sich bis heute für die Rückgabe bedeutender Gemälde an die Erben ihrer rechtmäßigen Eigentümer ein.

2008 wurde Lauder zum Präsidenten der World Jewish Restitution Organization (WJRO) gewählt.

Ronald S. Lauder wirkt darüber hinaus als Vorsitzender des Jewish Heritage Council, als Leiter des Internationalen Direktoriums der Internationalen Gesellschaft für Yad Vashem, als Mitglied des Holocaust Memorial Council der Vereinigten Staaten, als Mitglied des Direktoriums des Jewish Theological Seminary, Mitglied des Vorstands des amerikanisch-jüdischen Joint Distribution Committee, Mitglied des Kuratoriums der Stiftung der Antidiffamierungsliga, Mitglied des Kuratoriums des Abraham Fund, Vorsitzender des Kuratoriums des Sacharow-Archivs der Brandeis University und Mitglied des Internationalen Direktoriums des Tel Aviv Museum. Seit der Gründung des Shalem Centers zählt Lauder zu dessen stärksten Unterstützern. Er ist überdies Ehrenvorsitzender des Kuratoriums des Museum of Modern Art (MoMA) in New York.